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Ansprechpartner

Herr

Markus Lange


vst1[at]drk-sonsbeck[dot]de

Auf der Mauer 2
47665 Sonsbeck

First Responder - Helfer vor Ort

First Responder oder auch „Helfer vor Ort“ sind speziell ausgebildete und ausgerüstete Ersthelfer, die nach Anforderung durch die Rettungsleitstelle im Sinne einer Nachbarschaftshilfe (bei uns im Gemeindegebiet Sonsbeck) bei lebensbedrohlichen Verletzungen oder Erkrankungen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes tätig werden. Der allgemeine Einsatzablauf kann mit einem First Responder in vielen Bereichen verbessert werden: Der Notfallpatient
wird schneller qualifiziert versorgt und einer weiteren Behandlung zugeführt, der Einsatz kann rechtzeitig professionell organisiert werden, der Rettungsdienst kann durch die First Responder weiterhin unterstützt werden…
Eine First Responder-Gruppe versteht sich nicht als Teil des Rettungsdienstes sondern als eine sinnvolle Ergänzung zu den bisher bestehenden Strukturen und Einrichtungen des Rettungsdienstes zum Wohl des Patienten.

Wer ist die First Responder Gruppe?

Seit Beginn des First Responder-Projektes in Sonsbeck Anfang Juli 2011 sind 1 Notarzt, 4 Rettungsassistenten, 3 Rettungssanitäter und 3 Sanitäter als Einsatzkräfte ehrenamtlich in ihrer Freizeit bereits aktiv. Weitere 6 Einsatzkräfte befinden sich in der Ausbildung. Neue Mitglieder und Interessenten sind gerne gesehen und können als First Responder eingesetzt werden, wenn sie das 18. Lebensjahr vollendet haben, einen PKW-Führerschein besitzen und die Sanitätsdienstausbildung des DRK mit insgesamt mind. 64 Unterrichtsstunden erfolgreich abgeschlossen haben.

Warum ist eine First Responder-Gruppe für Sonsbeck sinnvoll?

Gerade im Streusiedlungsbereich der 55qkm großen Gemeinde Sonsbeck (Kreis Wesel) mit drei relativ weit auseinanderliegenden Ortsteilen und zahlreichen umliegenden Gehöften ergeben sich meist lange Anfahrtszeiten für den
Rettungsdienst, der im Durchschnitt etwa 8-12 Minuten benötigt, um den Einsatzort zu erreichen. Die rechtlichen Anforderungen werden damit zwar erfüllt, doch die Überlebenschancen eines Patienten mit Herz- Kreislauf-Stillstand sinken jedoch mit jeder Minute dramatisch, bereits nach etwa drei Minuten sterben die ersten Hirnzellen ab! Hier können den Patienten nur sofortige Wiederbelebungsmaßnahmen und eine schnellstmögliche Defibrillation
retten. Auch viele andere Notfallbilder können durch ein schnelles Eingreifen mit qualifizierten Basismaßnahmen, die die First Responder beherrschen „gelindert“
werden.

Welche Vorteile entstehen für den Patienten und den Einsatzablauf durch die First Responder-Gruppe?

  • Das therapiefreie Intervall, also die Zeit vom Eintreten des Notfalles bis zum Einleiten wirkungsvoller (medizinischer) Maßnahmen, wird deutlich verkürzt. Ein lebensbedrohlich erkrankter Patient kann schon ca. 3-5 Minuten nach Eingang des Notrufes qualifiziert versorgt werden. Die Überlebenschancen der Notfallpatienten verbessern sich und Folgeschäden werden reduziert.
  • Bei parallel auftretenden Einsätzen für den Rettungsdienst kann eine First Responder-Gruppe die Wartezeit bis zum Eintreffen des nächsten Rettungsmittels von einer entfernteren Rettungswache überbrücken.
  • Bei mehreren Betroffenen können alle Patienten bis zum
    Eintreffen des Rettungsdienstes frühzeitig versorgt werden.
  • Durch diagnostische Vorarbeit kann der Rettungsdienst
    zeitnah mit der weiteren Behandlung beginnen.
  • Bei personalintensiven Einsätzen können die First Responder
    dem Rettungsdienst auch weiter assistieren oder auch
    Tragehilfe leisten.
  • Die First Responder sind ortskundig und können ggfs. die
    Einweisung des Rettungsdienstes übernehmen.
  • Durch die First Responder kann eine frühzeitige Rückmeldung
    an die Rettungsleitstelle gegeben werden, dadurch
    kann der weitere Einsatz besser koordiniert werden.
  • Die First Responder sichern zunächst den Notfallort ab,
    so dass der Rettungsdienst sich direkt auf seinen eigentliche
    Aufgabe konzentrieren kann.
  • Die Angehörigen können besser betreut werden, da gerade
    bei lebensbedrohlicher Erkrankung/Verletzung des
    Patienten dem Rettungsdienstpersonal selten Zeit zur
    Verfügung steht, um sich um die Angehörigen zu kümmern.

Über welche Ausrüstung verfügen die First Responder?

Den Helfern steht ein 11 Jahre altes gebrauchtes Einsatzfahrzeug zur Verfügung, auf dem die medizinische Ausstattung und die persönliche Schutzausrüstung der Helfer verlastet ist. Zur medizinischen Ausstattung gehören u.a. ein Notfallrucksack mit Sauerstoffeinheit, ein AED (automatisierter externer Defibrillator) und Immobilisationsmaterial.

Wie finanziert sich die First Responder-Gruppe?

Die Einsätze der First Responder-Gruppe können nicht, wie rettungsdienstliche Einsätze gegenüber den Krankenkassen abgerechnet werden. Doch die Aus– und Fortbildung der Einsatzkräfte, die persönliche Schutzausrüstung der Helfer, die Wartung und Instandhaltung der Medizintechnik sowie die Betriebsstoffe des Fahrzeuges und notwendige Instandhaltungsmaßnahmen verursachen regelmäßig Kosten. Die Kosten für die Einrichtung und den Betrieb trägt der DRK-Ortsverein Sonsbeck e.V. und ist dabei auf Spenden und Zuwendungen sowie auf Mitgliedsbeiträge passiver Mitglieder angewiesen. Das am unteren Niederrhein einmalige First Responder- Projekt in Sonsbeck wird zunächst für ein Jahr erprobt.

Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne telefonisch und per E-Mail zur Verfügung oder Sie besuchen uns einfach nach Terminabstimmung einmal an einem Übungs- und Ausbildungsabend. Wenn Sie die Arbeit der First Responder unterstützen möchten, werden Sie passives Mitglied im DRK-Ortsverein Sonsbeck e.V. oder spenden Sie auf folgendes Spendenkonto:

First Responder DRK-Sonsbeck
Konto-Nr. 11 45 00 28 28
Sparkasse am Niederrhein
BLZ 354 500 00

DRK-Ortsverein Sonsbeck e.V.
Auf der Mauer 2
47665 Sonsbeck
info@drk-sonsbeck.de
www.drk-sonsbeck.de

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